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In eigener Sache

Seit dem Erscheinen der letzten Nummer hat sich manches ereignet, das zu analysieren und zu kommentieren durchaus wichtig wäre. Doch fehlen uns sowohl die Kraft als auch der Raum in der Zeitschrift, um z.B. die Schlappe der Republikaner und der Bush-Clique bei den Wahlen in den USA zu behandeln, wie auch das immer deutlicher werdende Scheitern dieser Regierung im Irak und in Afghanistan.

Wir mussten uns auf die Jahreskonferenz der Gruppe konzentrieren und drucken die dort gehaltenen Referate ab. Dabei ging es um die Entwicklungen bei den Gewerkschaften und in den Betrieben, die zu immer größerer Sorge Anlaß geben. Ein anderes Thema war das Parteiprogramm der DKP, wobei wir uns darauf beschränkt haben, einige uns besonders wichtig erscheinende Punkte herauszugreifen. Ein Freund aus Großbritannien schildert die dortige politische Lage.

Unser Kopfartikel zur Innenpolitik stellt eine wichtige Erscheinung in den Mittelpunkt: Den "Ausverkauf des Staates". Gesundheits- und Rentenreform werden wir in einer der nächsten Nummern unserer Zeitschrift abschließend kritisieren, wenn die endgültige Form dieser Umverteilungsmaßnahmen feststeht.

Aus Anlaß des 100. Geburtstags unseres 1991 verstorbenen Genossen Isi Abusch erinnern wir an die von ihm verkörperte Tradition der KPO und würdigen sein Wirken für die Gruppe.

Wir haben in der Herbstnummer und auch in einigen Veranstaltungen unsere Sicht des Spanischen Bürgerkrieges und die Rolle der Poum aufgearbeitet. In dieser Nummer gehen wir mit einem Bericht eines früher hier ansässigen Sympathisanten, der jetzt in Spanien lebt, auf die aktuelle politische Situation in Spanien ein.

Die bürgerlichen, antikommunistischen Medienmonopole ("Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden"!) tun alles um die geschichtliche Vergangenheit in ihrem Sinn zu verdrehen und den Kommunismus zu diskreditieren. Da kam der 50. Jahrestag des "Ungarn-Aufstandes" gerade recht, um wieder mal die westliche "Freiheit" hochleben zu lassen. Von der grausamen Verfolgung der Kommunisten und Staatsangestellten wurde nur am Rande oder gar nicht berichtet. Auf der anderen Seite gibt es "Kommunisten", die immer noch die stalinistische Rákosi-Tyrannei herunterspielen. Siegfried Prokopp hat im "Freitag" klargestellt: "Es gehörte zur bitteren Bilanz der Rákosi-Ära, dass von 1948 bis Mitte der fünfziger Jahre mehr Kommunisten in Lagern und Gefängnissen starben als unter der 25-jährigen Diktatur Admiral Horthys bis 1944." Der ungarische Volksaufstand war einerseits zu Beginn ein Ansatz für einen neuen Sozialismus (Arbeiterräte, Petöfi-Kreis, Georg Lukács) und endete andererseits im weiteren Verlauf in der Konterrevolution und der Niederlage. Näheren Einblick geben unsere Nachdruck aus einer alten Arbeiterpolitik vom Dezember 1956. Dort werden unter der Überschrift "Erfüllung und Tragödie" die Ereignisse in Polen und Ungarn gegenübergestellt. In Polen hatte sich der Reformkommunist Gomulka durchgesetzt (Erfolg), während in Ungarn die Kräfte um Imre Nagy gezwungen waren die sozialistischen Grundlagen preiszugeben (Tragödie).

In einer Rezension wird das politische Leben des ehemaligen "Funken"-Herausgebers Fritz Lamm gewürdigt, der auch Beziehungen zu unserer Gruppe hatte.

Vom 17. bis 19. November fand die 11. linke Literaturmesse in Nürnberg statt. Wir haben uns wie auch in den letzten Jahren mit einem Stand beteiligt, der auch Anklang fand. Die Gruppe möchte sich an dieser Stelle bei den Veranstaltern für ihre verdienstvolle Arbeit bedanken.

 


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