Eine Buchempfehlung:

„Eine Geschichte des amerikanische Volkes“ von Howard Zinn.

Gerade die Regierungszeiten von Donald Trump dürfen nicht vorrangig mit seinem Regierungsstil und den Ansichten seiner Milliardärsfreunde und seiner, oft zum Teil gewaltbereiten, Wähler*innen kritisiert oder gar darauf zurückgeführt werden. Was gerade passiert, hat eine lange Geschichte, die Geschichte des (US-)amerikanischen Volkes, die der US-amerikanische Historiker Howard Zinn in seinem Buch, das 2003 auf deutsch erschien, auf fast 700 Seiten analysiert und aufzeigt.

700 Seiten sollten nicht abschrecken, sondern diese sind den 25 verschiedenen Themenbereichen und Kapiteln geschuldet, die, was oft US-amerikaner*innen zugeschrieben wird, leicht und locker geschrieben. Das unterscheidet sie von vielen deutschen Historiker*innen, z.B. auch, dass Originalzitate zum Beweis von Analysen Verwendung finden.

Nur ein paar (ausgewählte) Kapitelüberschriften: „Die Entstehung der Rassentrennung“, “Sklaverei ohne Unterwerfung“, „Emanzipation ohne Freiheit“, „Das Imperium und das Volk“, Die sozialistische Gefahr“, „Selbsthilfe in schwierigen Zeiten“, „Der vertagte Traum“, „Der zwei-Parteien-Konsens“, „Die kommende Revolte“. Dass das Buch mit dem Kapitel „Die Wahl 2000 und der „Krieg gegen den Terrorismus“ abschließt, erklärt nochmal viel über die heutige Politik und muss als Warnung verstanden werden.

Ob Zinns Untersuchung und kritische „Geschichte des amerikanischen Volkes“ weiterhin in US-amerikanischen Bibliotheken steht oder in Universitäten, in denen es oft als „das“  Geschichtsbuch genutzt wurde, ist angesichts der MAGA-Politik von Donald Trump und seinem Anhang mehr als fraglich. Umso mehr sollte es hierzulande gelesen werden. Es lohnt sich und erklärt vieles!

Frank Rehberg